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Am Bildschirm

Arbeiten mit Informations- und Kommunikationstechniken

Datenströme fließen unsichtbar durch Raum und Zeit und transportieren in jedem Augenblick Millionen Informationen von hier nach dort. Sie bewegen Roboter, setzen Maschinen in Gang, steuern Energieversorgung und Flugverkehr. Und über allem wacht der Mensch. Schöpfer und Nutzer zugleich.

Die Industriegesellschaft wird zur Informationsgesellschaft. Und der Mensch? Er wird Rechner und Roboter steuern. Seine Kreativität, seine Inspiration, sein Wissen und seine Erfahrung werden auch in Zukunft unverzichtbar bleiben, gerade darin ist er der Technik überlegen. Die Mensch - Maschine - Schnittstelle weicht mehr und mehr der Computer-Schnittstelle. Bildschirm und Augen bilden eine neue Einheit. Körperliche Geschicklichkeit und Fertigkeiten treten zurück. Wollen wir bewegungslos arbeiten?

Mindestabstand vom Bildschirm? Neigungswinkel? Ergonomische Benutzeroberflächen? Pausengestaltung? Davon war lange keine Rede! Technikzentrierte Modelle hatten zunächst Vorfahrt, der Mensch schien bestenfalls als "Mausklicker" einsetzbar. Solche Konzepte sind gescheitert. Es wurde erkannt: Computer sind unterstützende und ergänzende Werkzeuge. In der Hand des Menschen können sie viel, ohne ihn nichts! Damit bleibt der Mensch mit seinen Fähigkeiten im Zentrum der Arbeitswelt. Qualifikation und Weiterbildung sind wichtige Voraussetzungen für ein sinnvolles Miteinander zwischen Mensch und Computer. Aber ohne die menschengerechte Gestaltung der Hard- und Software wird es nicht gehen. Erst dann kann der Computer den Menschen entlasten und seine Kreativität unterstützen.

Abbildung: erlebbare Computertastatur

Von der Amtsstube über das technische Büro bis zur Pilotenkanzel bietet die DASA einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit Informations- und Kommunikationstechniken. Wie klappt die Zusammenarbeit mit "Co-Pilot" Computer? Nehmen Sie im Airbus-Cockpit Platz und machen Sie sich ein Bild! Und den Landeanflug können Sie gleich dahinter am Fluglotsenarbeitsplatz verfolgen - dreidimensional. Denn Fluglotsen müssen Lufträume überwachen, keine "Luftflächen" . Der Computer macht die dritte Dimension sichtbar.

Mit den Informations- und Kommunikationstechniken (IuK) verändern wir unsere Welt. Chance und Risiko zugleich. An den Bildschirm gefesselt? Angebunden in unbequemer Zwangshaltung? Oder kreativer Steuermann als Fluglotse? Musterarbeitsplätze geben Antworten.

Abbildung: unbequeme Zwangshaltung

Neue Informations- und Kommunikationstechniken erweitern die Möglichkeiten des Menschen. In vielen Bereichen tragen diese Techniken dazu bei, Arbeitsinhalte ganzheitlicher zu gestalten. Die menschenleere Fabrik ist zum Glück nicht Wirklichkeit geworden. Der DASA-Roboter arbeitet unermüdlich in seinem Käfig und braucht doch die Menschen außerhalb, die ihn programmieren und warten. Selbstständig entscheiden, mehr Verantwortung tragen, Einfluss auf die Produktion zurückgewinnen: Erfahren Sie in der "Fertigungsinsel" der DASA, wie modern "menschzentrierte" Arbeitsorganisation funktioniert. Ohne Rechner-Unterstützung läuft auch hier nichts, denn wer mehr Verantwortung trägt und mehr Aufgaben übernimmt, der braucht mehr Information und Kommunikation.

Arbeiten am Bildschirm

Für den Bereich der Bildschirmarbeit wurde die "EU-Bildschirmrichtlinie" 1990 verabschiedet und 1996 in Deutschland durch die "Bildschirmarbeitsverordnung" rechtsverbindlich. Wichtigstes Ziel ist die Anwendung ergonomischer Grundsätze bei der Gestaltung und Einrichtung von Bildschirmarbeitsplätzen.

 

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