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Lebensraum Arbeitswelt

Natürliche Eigenschaften - Technische Fähigkeiten

Der Mensch. Zugleich Teil der Natur und einer von ihm geschaffenen Lebens- und Arbeitswelt. Gegensatz oder Einklang? Wie muss eine Arbeitswelt beschaffen sein, in der seine physiologischen Voraussetzungen berücksichtigt sind?

Abbildung: "Lebensraum Arbeitswelt"

Wenn Sie den "Lebensraum Arbeitswelt" besuchen, werden Sie überrascht sein: Es sieht fast aus wie in einem botanischen Garten! Um Sie herum lauter Farne. Pflanzen, die schon Millionen von Jahren auf der Erde wachsen und die Entwicklung des Menschen begleiten. Die Farne sind zu einer riesigen Hand angeordnet - eine Inszenierung, die die Einbettung des Menschen und seiner Kultur in die natürliche Entwicklung verdeutlichen soll.

Abbildung: Die menschliche Hand

Die Hand war der entscheidende Vorteil des Menschen im Evolutionswettlauf. Andere gingen weiter auf allen vieren, der Mensch stand auf: Die Hände wurden frei. Damit wurde die Welt begreif- und gestaltbar! Greifen, Tasten, Fühlen: Die neuen Eindrücke wirkten inspirierend und anregend für das Gehirn.

Abbildung: Das menschliche Auge

Vieles wurde nun möglich. Neue Ideen wurden in Taten umgesetzt. Der Mensch entwickelte sich und seine Zivilisation: Er schaffte eine künstliche Welt. Er gewinnt psychische, geistige, physische und soziale Kompetenz: Kultur. Aber er bleibt Teil der Natur. Und als solcher ausgestattet mit naturgegebenen Fähigkeiten, Eigenschaften und Bedürfnissen. Werden die vernachlässigt oder nur einseitig genutzt, verkümmern seine Potenziale. Erfolg hatte der Mensch in seiner langen Geschichte nur als Ganzes, Ungeteiltes...

Nur am Bildschirm sitzen, bis die Augen "quadratisch" werden und die Wirbelsäule Probleme macht? Soll die evolutionäre "Erfolgsstory" des Menschen fortgeschrieben werden, muss die gegenwärtige und die künftige Arbeitswelt den Menschen als Ganzes beschäftigen. Er muss die Möglichkeit haben, mit allen Sinnen bei der Sache zu sein. Denn nur was gebraucht und trainiert wird, bleibt auch gesund! Eine Technik, die den "natürlichen" Menschen in seiner Ganzheitlichkeit vernachlässigt, die seine Potenziale brach liegen lässt, ist daher wenig menschengerecht und auch wenig wirtschaftlich.

Abbildung: Der Geruchssinn

Der Mensch erschließt sich die Welt über die Sinne in Zusammenarbeit mit dem Gehirn. Neues wird mit Altem verknüpft, sortiert, interpretiert und bei Bedarf wieder abgerufen. Bleibt der Input aus oder ist er einseitig, kommt die Entwicklung zum Erliegen.

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