Im Wettlauf der neuesten Nachrichten
Die Arbeit bei Zeitungsherstellung und Medien
Seit Gutenberg im 15. Jahrhundert die Buchdruckkunst erfand, hat sich die Herstellung von Gedrucktem grundlegend verändert: Vom Handwerk zur Industrie, vom Handsatz zum Desktop-Publishing.
Geschichte wird gemacht - jeden Tag, jede Stunde, jede Minute! Die Zeitungen wollen diese Neuigkeiten bringen - jede will die erste sein.
Für die Redaktion heißt das: Immer den Blick auf die Uhr, bis in die Nacht hinein, um drei Uhr muss alles fertig sein. Bis dahin: Höchste Anspannung. Stress!
Vom Handsatz zum Maschinensatz - von der Druckpresse zur Rotation: Die DASA zeigt den technischen Wandel und seine Auswirkungen auf die Menschen. Handsatz, Buchdruck, Buchbinderei, Lithografie - die klassischen Handwerke machen die Satz- und Drucktechnik verstehbar.
Dem Handwerk folgte die Fabrikarbeit. Neue Erfindungen machten alles schneller. Der Mensch geriet buchstäblich in die Tretmühle. Erleben Sie selbst, was es heißt, einen "Klapptiegel" zu bedienen: Unten mit den Füßen für Antrieb zu sorgen, oben mit den Händen Papier einlegen - der ganze Körper in Bewegung - und trotzdem war die Arbeit alles andere als ganzheitlich!
Hören Sie mit eigenen Ohren, welchen Lärm die Drucker an den frühen Rotationsmaschinen ertragen mussten: Keine "runde" Sache für die Menschen, die an ihnen arbeiteten. Die neue Technik hat ihren Preis: Die Gesundheit der Arbeiter. Lärm und Nachtarbeit, Lösemitteldämpfe und Druckchemikalien aller Art ließen sich auf Dauer nur schwer verkraften.
Und heute? Nach wie vor "überschlägt" sich die Welt. Die Gefahren von gestern hat der Arbeitsschutz gebannt, doch nach wie vor ist die Arbeit von Leistungsverdichtung geprägt. Mit den neuen Werkzeugen entstehen auch neue Probleme.
