Transportieren und Befördern
Die Arbeit bei Transport und Verkehr
Viele Produkte sind bis zu ihrer Fertigstellung beinahe ununterbrochen "auf Achse". Bis zu 50 % ihrer Herstellungszeit werden allein für Transporte innerhalb des Betriebes aufgewendet. Leider nimmt der innerbetriebliche Transport nicht nur in den Bilanzen, sondern auch in den Unfallstatistiken breiten Raum ein: Rund ein Viertel aller Arbeitsunfälle werden hierbei verzeichnet.
Innerbetrieblicher Transport. Was früher eher dem Zufall überlassen wurde, wird heute perfekt geplant. Handarbeit wird immer häufiger von Maschinenarbeit abgelöst. "Eiserne Kommissionierer" beladen fahrerlose Flurfahrzeuge. Diese Zukunftsvision ist in großen Lagern schon Wirklichkeit.
Die andere Wirklichkeit: In vielen Lagern ist der Mensch noch immer "Packesel" und Gewichtheber: Jeden Tag müssen einige Tonnen gestemmt werden. Das kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen.
Das Auge konzentriert auf die Straße gerichtet, die Hand fest am Lenker: Busfahren ist harte Arbeit. Feste Fahrpläne trotz Großstadtverkehrs, Zwangshaltung, Wechselschicht, Nachtarbeit, unregelmäßige Pausen, Vibration, Lärm, Abgase und Stress: Schon der ganz normale Arbeitstag ist eine große Beanspruchung - einmal ganz abgesehen von den zusätzlichen Anforderungen durch oft recht wenig umgängliche Fahrgäste.
"Just in time"-Produktion: Der LKW als rollendes Lager auf der Autobahn. Etwas von dort. Anderes von Anderswo. Drittes von weit weg. Treffpunkt Fabrik! Auf die Stunde genau. Termindruck ohne Ventil - das verursacht Stress. Verlorene Zeit muss wieder 'reingeholt werden. Da bleibt manche Pause und Vorschrift auf der Strecke - und manchmal leider auch die Sicherheit und Gesundheit des Fahrers und vieler Unbeteiligter.
Im Juli 1987 raste ein vollbeladener Tanklastzug in Herborn in eine Eisdiele. Das Wrack mahnt in der DASA zum verantwortungsvollen Umgang mit den Risiken der Technik.
