Unsichtbare Gefahren
Gefahrstoffe am Arbeitsplatz
In der Welt um uns herum gibt es derzeit etwa 8 Millionen bekannte chemische Verbindungen. Und täglich kommen weitere hinzu. Immerhin 100.000 werden als Chemikalien gehandelt und kommen in der einen oder anderen Form auf den Markt.
Gefahrstoffe
Nicht alles, was aus der Chemiefabrik kommt, ist ein Gefahrstoff, und nicht jeder Gefahrstoff kommt aus der Fabrik. Ein Beispiel ist Asbest. Das natürliche Mineral war ein "Wunderstoff". Er schützte Menschen, aber auch Maschinenteile wirksam gegen Hitze. Inzwischen kennt man die Kehrseite: Feinste Fasern gelangen tief in die Lunge und verursachen Asbestose und Krebs. Vom Wunderstoff zum Gefahrstoff ist manchmal nur ein kurzer Schritt.
Schutz vor Gefahren
Von der Festlegung von Grenzwerten bis zur genau vorgeschriebenen Messmethode, von der Vorschrift über den sicheren Umgang mit gefährlichen Stoffen bis zur amtlichen Anmeldung neuer Stoffe, von der regelmäßigen arbeitsmedizinischen Untersuchung bis zum Verbot besonders gefährlicher Stoffe: Chemikaliengesetz, Gefahrstoffverordnung und ein ganzes System technischer Vorschriften und Regeln sorgt für Sicherheit beim Umgang mit Chemikalien.
Vom Pulverkaffee bis zum Computerchip, vom Benzin bis zur Barbiepuppe - kaum ein Produkt lässt sich heute ohne Chemie herstellen. Die Erkenntnisse der Chemie haben die moderne industrielle Welt erst möglich gemacht. Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungsmittel steigerten die Ernten um ein Vielfaches. Neue Medikamente nahmen vielen Krankheiten ihren Schrecken.
