Navigation und Service

Springe direkt zu:

Suche

Suchbegriff eingeben

Erweiterte Suche

125/11 vom 14. Oktober 2011

Zeitgenössische Videokunst ab Sonntag in der DASA

Vom Zauber des Seitlich-dran-vorbei-Sehens

Die DASA präsentiert ab kommenden Sonntag, 16. Oktober, bis zum 5. Februar 2012 aktuelle Medienkunst, die im Kontext des Marler Video-Kunst-Preises 2010 entstanden ist. Gezeigt werden 17 Positionen junger Kunst, die sich mit stets wandelbaren urbanen Lebensräumen und einer von der Macht der Medien gekennzeichneten Gesellschaft beschäftigen. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von medienkritischen Ansätzen bis hin zu absurd-erzählerischen Werken.

Preisträgerin des aktuellen Marler Video-Kunst-Preises ist die Berliner Künstlerin Michaela Schweiger. Sie verknüpft in ihrer prämierten Arbeit "Begleiter" (2010) formale Fragen der filmischen Erzähltechnik mit inhaltlichen Überlegungen zu Rollenbildern und Wohnsituationen im Nachkriegsdeutschland. Die Jury lobte in der Arbeit Schweigers "räumlich-skulpturales Denken" sowie ihre ironischen Bezüge. "Aus Episoden alltäglichen Lebens entwickeln sich nahezu surreale Szenen, die auf kleine Fluchten, tatsächliche Freiheiten und Utopien verweisen, so die Künstlerin zu ihrem Werk.

Neben Michaela Schweiger gibt es Arbeiten von Ulu Braun, Marcus Zilz, Martin Kohout, Astrid Busch, Michael Busch, Ursula Damm, Pascal Fendrich / Bernd Härpfer, Max Hattler, Anna Hirschmann, Vladimir Mitrev, Egbert Mittelstädt, Stefan Panhans, Oliver Pietsch, Reynold Reynolds, Erik Schmelz und Volker Schreiner zu sehen.

"Vom Zauber des Seitlich-dran-vorbei-Sehens" ist nicht nur ein pop-kultureller Querpass auf Max Goldt, sondern auch eine ironische Anspielung auf die zum Teil medien-kritische Grundhaltung des Genres. Der Zauber des Vorbei-Sehens besteht in einem erweiterten Blickfeld. Man sieht den Bildschirm - und den Rest. Das Verhältnis von virtueller, medialer und "realer" Welt gehört seit Beginn der Videokunst zu den zentralen Feldern künstlerischer Forschung.

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung zeigt in ihren Kunstausstellungen ein breites Spektrum künstlerischer Reflexe und Sichtweisen auf das Themenfeld "Mensch - Arbeit - Technik". Auf 13.000 Quadratmetern als eines der größten Ausstellungshäuser in Deutschland präsentiert die DASA technische Objekte in künstlerischer Szenografie, außerdem Kunst und multimediale Erlebnisse. Medienkunst gibt es auch in der Dauerausstellung zu erleben. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Skulpturenmuseum Glaskasten Marl statt.

Fotos:

In der Videokunst-Ausstellung, Foto: Andreas Wahlbrink

Die Arbeit von Max Hattler mit dem Titel "AANAATT" aus dem Jahr 2008 befasst sich mit experimenteller Abstraktion.

In der Videokunst-Ausstellung, Foto: Andreas Wahlbrink

Das Video von Martin Kohout "Moonwalk" aus dem Jahr 2008 gibt die Leichtigkeit der digitalen Welt wieder. In einer eigenen, etwas eigentümlichen Art stellt er die vermeintliche Unmittelbarkeit des Internets sowie die Unendlichkeit des multidimensionalen Zeitflusses in Frage.

Fotos: Andreas Wahlbrink

Pressestelle 

So erreichen Sie uns:

Tel. 0231 9071-2436
Fax 0231 9071-2386