Kolloquium 2003
Szenografie in Ausstellungen und Museen - Hybride Räume
(22.01.2003 - 24.01.2003)
Der öffentlich begehbare Ausstellungsraum ist immer schon als eine Synergie unterschiedlicher Raumkriterien zu entwerfen gewesen: als eine Dramaturgie von Umweltbeziehungen, der Bewegung des einzelnen Besuchers/der Besucherin oder von Gruppen in ihnen, der architektonischen Bedingungen, der Beziehung zu autonomen Formen von Objekt und Kunst, des Verhaltensraums, des Erlebnisraums und der im Raum gegebenen Bedeutungen etc. Nicht der bloß eklektische Gebrauch von Methoden und Instrumenten einzelner Metiers der Gestaltung für die Zwecke einer räumlichen Ausstattungen ist hierfür maßgeblich, sondern vielmehr ein auf der Basis solcher Raumkriterien beruhender Gestaltungsprozess, der die Stringenz der konzeptionellen, thematischen Absicht verfolgt und die Zufälligkeiten ungewollter Präsentationsziele vermeidet.
Die Integration der sogenannten "neuen Medien" in den Ausstellungsraum hat nicht nur das klassische Thema der Konkurrenz zwischen ihnen und der Authentizität von Sammlungsobjekten neu belebt, sondern auch die Fragen nach "Doppelerfahrung" von Raum in Raum. Der virtuelle "Innenraum" der neuen Medien auf der einen Seite und deren Möglichkeiten für die Herstellung von analogen Raumerfahrungen auf der anderen Seite vergrößern die Herausforderung, sie im Kontext der Kriterien des Exponates und der Methoden und Mittel der Architektur, des Theaters, des Bühnenbildes, der Kunst/Medienkunst, der Wissenschaften u. v. a.verstehen und somit für Theorie und Ausstellungspraxis produktiv verwenden zu können. Unter diesem Gesichtspunkt untersucht das Kolloquium den Typus des "hybriden Ausstellungsraumes".
Wolfgang Müller-Kuhlmann
"Hybride Räume"
DASA, Dortmund
Roland Blach
"Inszenierungen in immersiven Räumen"
Fraunhofer IAO, Stuttgart
Dominique Botbol
"New Media in the Cité des Sciences et de l'Industrie"
La Cité des Sciences et de l’Industrie , Paris
Uwe R. Brückner
"Dramaturgische Strukturen im inszenierten Raum"
Atelier Brückner für Szenographie und Architektur, Stuttgart
Hochschule für Kunst und Gestaltung, Basel
Jérôme Decock
"Metadesign als neue medienspezifische Disziplin"
LAB(au) architecture and urbanism, Brüssel
Lutz Engelke
"Vom Glück im Raum - Post-Digitale Anwendungen im Happy END"
Triad Berlin Projektgesellschaft, Berlin
Prof. Harald Fuchs
"Künstlerische mediale Räume in Ausstellungen"
Fachhochschule Düsseldorf
Prof. Cindy Gates
"Erweiterung und Vertiefung des Raums durch neue Medien"
Fachhochschule Dortmund, FB Design
Prof. Heide Hagebölling
"Geschichte der interaktiven Räume"
Kunsthochschule für Medien, Köln
Horst Hörtner
"Virtuelle Kunsträume"
Ars Electronica Futurelab, Linz
Lisa Humbert-Droz
"Navigation der Gestaltung - Zwischen Kuratoren, Auftraggebern und Szenographen"
Humbert Gerber Partner AG, Bern
Johannes Milla
"Media Spaces: Bilder im Raum contra Bilder im Kopf"
Milla & Partner, Agentur und Ateliers, Stuttgart
Perttu Rastas
"Contemporary Media Art in Museums"
Museum of Contemporary Art - Kiasma, Helsinki
Prof. Joachim Sauter
"Die vier medialen Formate in Ausstellungen und Museen"
Art-Com, Medientechnologie und Gestaltung AG, Berlin
Universität der Künste, Berlin
Peter Cachola Schmal
"Einflüsse digitaler Medien auf die Ausstellungsgestaltung"
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt a. M.
Jonas Schmidt
"Wege zum virtuellen Museum"
Datenflug, Berlin
Prof. Michael Simon
"Writings to Vermeer - ein Beispiel"
Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe
Otto Jolias Steiner
"Emotiografie - die Kartografie der Gefühle"
Steiner Sarnen Schweiz AG für Kommunikation, Sarnen
Wolfgang Strauss
"Der inszenierte Kulturraum"
Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation, Sankt Augustin
Axel Wirths
"Mediatektur"
235 Media GmbH, Agentur für Medienkunst, Köln
Frank J.G. Verheggen / Marcel C.L.H. Wouters
"Pablos Kind - Physische und virtuelle Wirklichkeit in Ausstellungen"
Marcelwoutersontwerpers, Eindhoven
