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Kolloquium 2006

Raumerfahrung oder Erlebnispark

(25.01.2006 - 27.01.2006)

Um ihre Inhalte zielgruppenorientiert und sehr erlebnishaft zu vermitteln, haben viele Ausstellungskonzepte in den letzten Jahren oft auf Methoden von Freizeitparks zurückgegriffen. Auch die Science Center orientieren sich neu und sind auf der Suche nach Methoden, die sowohl Wissenschaftskommunikation gewährleisten als auch den Erlebniswert von Themenparks sichern. Der Publikumsnachfrage nach Unterhaltung steht der immer lauter werdende Ruf nach erfolgreichen Konzepten für Bildungsangebote und Popularisierung von Wissenschaften (PUSH) gegenüber, insbesondere auch wegen des messbaren schwindenden Interesses von Kindern und Jugendlichen an wissenschaftlichen und technischen Themen. Die Publikumsnachfrage ist aber einem ernormen Wandel unterworfen. Viele Freizeitinstitute sprechen von einem fließenden Übergang von der bisherigen "Spaßgesellschaft" in eine sich entwickelnde "Sinngesellschaft".

Der Rückgriff auf lediglich unterhaltsame Illustration und Animation verstellt somit Wege zur Orientierung; und das auch, weil durch die berechtigte Kritik an diesen Erscheinungsformen zugleich vielerorts szenografische Methoden mit bloßer Illustration und Anregungsfunktion gleichgesetzt und somit missverstanden werden.

Welche Grundsätze gelten zukünftig für bildungsintensive und kulturelle Konzepte? Wie viel Einfluss von Architektur, Theater, Bildhauerei und Klangkunst ist wünschenswert?