DASA / Isenbort
14. Februar 2017

Zu Lande, in der Luft - und nicht mehr zu Wasser

Wenn ein Boot anlandet

Es machte sich auf dem beschwerlichen Landweg auf die mehrtägige Reise und schwebte schließlich majestätisch aus der Luft auf den Vorplatz der DASA: Bei strahlend blauem Februar-Himmel fand ein oranges Rettungsboot einen sicheren Hafen in Dortmund. Es ist das erste von rund 500 Objekten, die Geschichten von Katastrophen erzählen. "Alarmstufe Rot" lautet die neueste DASA-Ausstellung, die am 4. März ihre Türen fürs Publikum öffnet. Sie widmet sich der Frage, was wir aus "Schadensereignissen", wie es im Beamtendeutsch so schön heißt, lernen können. Anhand von Beispielen aus Natur, Technik und menschlichem Versagen verfolgt die Präsentation mittels Original-Exponaten, Modellen und Simulationen das Ziel, einmal mehr das Risiko-Bewusstsein zu schärfen und Maßnahmen zur besseren Vorbeugung im Unglücksfall vorzustellen.

Die Ausstellung stammt aus dem spanischen Mega-Museum Parque de las Ciencias in Granada. Sie begeisterte dort ein gutes Jahr lang das dortige Publikum und wandert jetzt Stück für Stück und via LKW gen Dortmund. Im Gegenzug haben "unsere Jungs" Projektleiter Dr. Philipp Horst, DASA-Tischler Stefan Eissing und Medientechniker Niklas Reiche in den vergangenen beiden Wochen punktgenau die komplexe DASA-Ausstellung "Die Roboter" unter südlicher Sonne aufgebaut.

Das Boot ist im wahrsten Wortsinn ein Hingucker. Es handelt sich um das Beiboot der finnischen Fähre Finnpartner, dort bis 2007 im Einsatz. Bevor es in den Fährbetrieb kam, rettete es in der Tat Menschenleben, und zwar die Besatzung eines brennenden Frachtschiffs. Das über 8 Meter lange Boot kann sicher durch 20 Meter hohe Wellen steuern und ist binnen weniger Minuten einsatzfähig - wenn es nicht auf dem Trockenen steht.

Vor der DASA sorgt es nun für die nötige Spannung und leitet über zu weiteren Höhepunkten der Schau: Ein Erdbeben-Simulator, eine Wetter-Station oder ein Kopf stehendes Auto geben einen kleinen sinnlichen Eindruck  von Situationen, die niemand von uns "in echt" erleben möge. Wer neugierig geworden ist: "Alarmstufe Rot" ist bis zum 24. September zu sehen.