Kooperationen

Informieren Sie sich über einige besondere Kooperationen, die wir mit Dortmunder Schulen durchführen.

Fotoprojekt mit der Reinoldi-Sekundarschule

Was wird bloß aus Nuri, Christian, Sandra und Andrea - den vier Charakteren aus der aktuellen Ausstellung "Wie geht´s?". Die 8. Klasse der Reinoldi-Sekundarschule aus Dortmund wird es bald wissen.

Sie machen mit bei einem einzigartiges Projekt mit Fotokünstlerin Kathryn Baingo. 20 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse unter Leitung von Christine Suhs setzen sich nun mit den Figuren intensiv auseinander und erarbeiten in Kleingruppen inszenierte Fotos, die das Leben der vier in zehn Jahren zeigen.

Die Jugendlichen spinnen ihre Geschichten rund um Gesundheitsgefahren, die am Arbeitsplatz oder im Privatleben lauern, weiter. Alle sind nun gespannt, welche Szenarien vor die Kameralinse kommen. Dabei komponieren sie nach allen Regeln der Phantasie ihre Bilder wie bei einem Gemälde.

Ganz nebenbei erfahren die Jugendlichen nicht nur mehr über das eigentliche Ausstellungsthema - Berufskrankheiten -, sondern setzen sich außerdem mit den Möglichkeiten zeitgenössischer Fotografie auseinander.

Zum Projektabschluss Ende Januar zeigt die DASA die entstandenen Werke in "Wie geht´s?" - selbstverständlich mit stilechter Eröffnung am 18. Januar um 18 Uhr dazu.

Die Kooperation entstand in Kooperation mit der Kulturagentin der Stadt Dortmund Barbara Müller.

Öffnet den Link in einem neuen FensterKathryn Baingo
Öffnet den Link in einem neuen FensterReinoldi-Sekundarschule
Öffnet den Link in einem neuen FensterKulturagenten

Talent für Talente: Berufsorientierung mit dem Technikzentrum Minden-Lübbecke

Karin Ressel hat den „Talentparcours“ in die DASA gebracht. Wir schauen hinter die Kulissen.

Die studierte Verwaltungsfachwirtin und Pädagogin hat eine ganze Menge an Begabungen und wurde für ihr über 20-jähriges Engagement in der Berufsorientierung als „Social Entrepreneur“ ausgezeichnet. Sie organisiert landauf landab Formate für den besseren Einstieg in die Arbeitswelt.

Was ist Ihre Idee?

Wir möchten jungen Menschen helfen, ihre persönlichen Talente zu entdecken und sich in der Berufswelt frühzeitig zurechtzufinden. Außerdem möchten wir den direkten Kontakt zu Unternehmen ebnen. Auf den von uns entwickelten Berufsparcours bringen wir jährlich rund 50.000 Jugendliche mit 3.800 Unternehmen zusammen.

Was erwartet die Jugendlichen in der DASA?

Der Talentparcours hat verschiedene Stationen, die aus praktischen Aufgaben für mindestens acht Jugendliche bereitstehen. Dabei können die Jugendlichen frei wählen, welche Station sie ausprobieren. Dabei sollen sie sich aktiv beteiligen. Denn kaum ein Jugendlicher kann sich unter den Berufsbezeichnungen oder den Berufsinhalten etwas vorstellen. Daher bewerben sie sich erst gar nicht, obschon sie vielleicht eine Begabung hätten. Normalerweise können Unternehmen die Arbeitsproben dann begutachten. In der DASA geht es eher ums spielerische Selbsterfahren.
Ziel ist es, leichter zueinander zu finden: Die Jugendlichen können herausfinden, wo ihre Stärken liegen und Firmen erkennen in ersten Praxis-Übungen, ob eine Ausbildung in dem Betrieb vielleicht Sinn macht.

Wie sind Sie zum Thema "Talentförderung" gekommen?

Rund 90% aller Jugendlichen sind ob der Fülle an Informationen, Broschüren und Hinweisen verwirrt. Sie sind oft schlicht überfordert, weil ihnen die Aufgabenstellungen in den Betrieben unbekannt sind. Außerdem haben sie keine sinnliche Vorstellung von der Arbeit im Betrieb. Kommt jemand dann zum ersten Mal mit den realen Verhältnissen, wie etwa mit stark riechenden Emulsionen bei Metallberufen, in Kontakt, kann es zum berühmten „Praxisschock“ kommen.
Umgekehrt sind auch die Unternehmen gefragt, sich und ihre Berufswelt zeitgemäß zu präsentieren. Hier gilt: Ausbilder sollten das Herz der Jugendlichen erobern.

Sie verstehen sich also als „Brückenbauerin“?

Ja, oft sprechen Jugendliche und Ausbilder eine unterschiedliche Sprache. Sie haben kaum Vorstellungen voneinander. Das sind manchmal vermeintliche Kleinigkeiten, wie dass ein Handschuh nur in Männergröße vorliegt, obschon es auch potenzielle Bewerberinnen gäbe.

Mehr Praxis für die Praxis – so könnte man Ihr Credo kurz umschreiben?

Wenn in Schulen Aufgaben wie die Schulfestorganisation oder das Renovieren oder Reinigen von Schülerinnen und Schülern in Eigenverantwortung durchgeführt werden, führt man sie mit kleinen Schritten an die Lösung praktischer Details heran. Wir brauchen mehr Klarheit und Transparenz, was den jeweiligen Erwartungshorizont betrifft. Auch Einstellungstests sollten viel Praxis beinhalten und endlich auch beide Geschlechter gleichermaßen einbinden. Hier könnten auch mehr jugendgerechte Werkzeuge Anwendung finden.

Patenschaft "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Die DASA hat im Rahmen der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ die Patenschaft für die Funke-Grundschule, Dortmund-Dorstfeld übernommen.

Sie unterstützt die benachbarte Schule in ihrem Bemühen, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen und sich nachhaltig für Integration und Toleranz einzusetzen. Dabei setzt sie auf den Dialog und den Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern der Funke-Grundschule. Die DASA ermuntert sie, sich bei einem Besuch in der DASA mit der Arbeitswelt auseinander zu setzen.

Denn die Arbeit ist der Dreh- und Angelpunkt für eine gelungene Integration. Als Bundeseinrichtung unterstützt die DASA die Ziele der Integrationspolitik der Bundesregierung, die Chancen von Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Über ihre Familien, ihr Umfeld und die Schule erhalten die Kindererste Einblicke in die Arbeitswelt. "Wir freuen uns darauf, ihnen durch die DASA das Thema lebendig zu vermitteln und gemeinsam zu überlegen, wie wir die Arbeitswelt so gestalten, dass Menschen sich darin wohl fühlen", so DASA-Leiter Gregor Isenbort in der offziellen Erklärung der Patenschaft.

Im Gegenzug erproben die Funke-Grundschüler Angebote der DASA, geben Tipps aus der Sicht junger Besucher und äußern ihre Wünsche zu Ausstellungen und Museumspädagogik.

Funke Grundschule

Aus Nachbarn werden Freunde - Martin-Luther-King-Gesamtschule

Nachbarschaft mit gegenseitigem Nutzen: Die DASA und die Martin-Luther-King-Gesamtschule aus Dorstfeld sind nun offizielle Bildungspartner. Beide Institutionen vermitteln Wissen und Bildung. Die DASA punktet als Lernort mit originalen Objekten, spannenden Vorführungen und vielfältigen Bezügen zum Lehrplan, wie etwa im Rahmen der Berufsorientierung. Die Schule sucht wiederum Orte, an denen sie ihren Unterricht anschaulich gestalten kann. Die Schüler erhalten in der DASA ein lebendiges Forum, ihre Ideen und Ansichten zur Arbeitswelt zu äußern oder gar auszustellen.

Bereits im Rahmen des Projektes "Dein Lebens-Lauf" kooperierte die DASA mit der Dorstfelder Gesamtschule. Dabei hatten die Schüler die Gelegenheit, das Thema Lebensträume künstlerisch umzusetzen und den 20.000 Besuchern der Schau zu präsentieren. „Wir möchten mit den Schülern gemeinsam an Projekten und Aktionen arbeiten oder sie fragen, was sie von Programmen und Angeboten der DASA halten", beschreibt DASA-Pädagogin Dr. Sabine Kramer den Hintergrund der Partnerschaft. Auch Schulleiterin Ellen Kreis freut sich, die Drähte zur DASA nun noch intensiver zu nutzen. Die Schule nimmt die Partnerschaft ab sofort in die Unterrichtsfächer mit auf: "Wir möchten, dass die DASA ein verbindlicher Bestandteil des Schullebens wird", so die Direktorin. Im Rahmen des offenen Lernens für die Klassen 5 und 6 oder der Berufsorientierung sollen die Schüler frühzeitig den Weg in Angebote außerhalb der Schule finden.

Martin-Luther-King-Gesamtschule