Ausstellungen 2009

Eine Übersicht über unsere Ausstellungen des Jahres.

Weil wir Mädchen sind ...

22.11.2009 bis 02.05. 2010

Auf geht es auf eine Reise nach Afrika, Asien und Lateinamerika. Dort leben die drei Mädchen Djenebou, Asha und Yoselin. Welche Träume die Mädchen in der Sahel-Zone, in Indien und in den Anden haben, welche Probleme sie bewältigen und was für Arbeiten für sie anfallen, erzählen sie in dieser Mitmach-Ausstellung.

Ein Schulbesuch, medizinische Versorgung, ausreichend Nahrung - davon kann so manches Mädchen in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nur träumen. Die Ausstellung entführt das Publikum in andere Lebenswelten. Dabei gibt es immer den Bezug zum Alltag von Mädchen in Deutschland. Erleben und Ausprobieren für die Jüngeren und Nachempfinden und Diskutieren für die Älteren sind zentrale Bestandteile der Schau.

Die Besucherinnen und Besucher können einen Blick in die Mitgifttruhe eines indischen Mädchens werfen, versuchen, die Möbel einer deutschen Drei-Zimmer Wohnung in einer Rundhütte in Afrika unterzubringen oder ausprobieren, wie ein Wandteppich auf einem Markt in den Anden gewebt wird.

Parallel dazu zeigt die DASA in Kooperation mit dem Museum am Ostwall die Raumcollage "Wovon träumst Du eigentlich". Zwölf Mädchen aus Dortmund haben einen "Traumraum" erarbeitet, in dem sie ihre Träume und Ängste künstlerisch ausgedrückt haben.

Mehr zur Ausstellung "Weil wir Mädchen sind"

Die Erlebnisausstellung vom Kinderhilfswerk Plan

Programmbroschüre

Video zur Ausstellung "Weil wir Mädchen sind"

Das geheime Leben der Maschinen

04.10. bis 30.12.2009

Da ist einiges in Bewegung, wenn die DASA ab Herbst wundersame Mechanik und skurrile Automaten zeigt. Unter dem Titel "Das geheime Leben der Maschinen" gibt es verblüffende Objekte aus der Sammlung des Cabaret Mechanical Theatre in London zu sehen. Die kleinen Installationen kommen auf den ersten Blick harmlos wie Kinderspielzeug daher. Doch durch Knopfdruck in Aktion versetzt, erzählen sie witzige oder dramatische Anekdoten. Die Ausstellung richtet sich an Tüftler und Techniker ebenso wie an Eltern mit ihren Kindern.

Eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter stehen vor eine Glasvitrine und betrachten lächelnd ein Exponat.Behler, Enker, Gasenzer (BEG)

Zu sehen sind 40 Kreationen von Paul Spooner, Keith Newstead, Lucy Casson, Ron Fuller, Kazu Harada und Peter Markey. Gesammelt hat sie das Cabaret Mechanical Theatre, das 1979 seinen Anfang im englischen Cornwall nahm. Ideenreiche Erfinder und Designer fertigten hierfür zahlreiche mechanische Skulpturen. Die beweglichen Spielereien aus Holz begeisterten so viele Zuschauer, dass das Cabaret Mechanical Theatre 1985 nach London umzog. Seitdem sind die Objekte in verschiedenen Ausstellungen in aller Welt zu sehen. In Nordrhein-Westfalen ist die DASA ihr erster Standort. Das Publikum kann die mechanischen Skulpturen mit einem Handrad oder per Knopfdruck zum Leben erwecken. Die hölzernen Konstruktionen beginnen dann, ein Eigenleben zu entfalten. Sie geben kleine Geschichten preis, etwa welch makabres Schicksal der Hauskatze drohen kann.

Programmflyer

Video zur Ausstellung

Wieland Förster: Ausstellung "Der Torso als Ganzes"

03.05. bis 09.08.2009

Wieland Förster zählt zu den wichtigsten deutschen Bildhauern. Försters Plastiken verkörpern die Spannweite zwischen Martyrium, Leid und Schmerz sowie deren Überwindung. Die Ausstellung "Der Torso als Ganzes" beschäftigt sich mit dem Alterswerk Wieland Försters. Sein Werk eng mit seinem Leben verbunden. Dabei hat er sich intensiv mit dem Torso auseinandergesetzt, der seit Auguste Rodin viele Bildhauer beschäftigt. Die DASA-Galerie zeigt vom 3. Mai bis zum 9. August 20 Bronze-Plastiken und vier Porträt-Plastiken, darunter eine Abbild der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Bronzeskulptur eines Frauenkörpers ohne Kopf steht in einem RaumWieland Förster

Dialog im Stillen: Eine Ausstellung zur nonverbalen Kommunikation

01.03. bis 29.08.09

Wie sagt man etwas ohne zu reden? "Dialog im Stillen" ist eine Ausstellung zur Kommunikation ohne das gesprochene Wort. Sie ermöglicht Einblicke in die Sprachkultur der Gehörlosen: Die Besucher sind mit einem Schallschutz ausgestattet und lassen sich von Gehörlosen in kleinen Gruppen durch schallisolierte Erlebnisräume führen. Austausch findet hier auf andere Weise statt. Man erkennt, wie man mit den Händen sprechen und mit den Augen hören kann. Die Besucher erlernen Handzeichen, experimentieren mit ihrem Gesichtsausdruck und üben sich in Körper- und Gebärdensprache. Am Ende gewinnen sie neue Möglichkeiten der Verständigung.

Eine Gruppe Besucher mit Kopfhörern auf dem Kopf sitzt auf Hockern und streckt die Hände nach oben.Lutz Kampert

In jeder neuen Szenerie heißt es: Augen auf! Denn der gehörlose Guide macht vor, was Mimik und Gestik ausdrücken können. Die Besucher erlernen Handzeichen, experimentieren mit ihrem Gesichtsausdruck und üben sich in Körper- und Gebärdensprache. Der Höhepunkt: In einer Bar mit den neu erworbenen Kenntnissen ein Getränk bestellen. Ohne eigenes Mitmachen funktioniert der Dialog nicht. So gewinnt der Besucher am Ende seiner Reise in die Stille neue Möglichkeiten der Verständigung. Gesicht und Hände sprechen eine lebendige Sprache.

Konzept und Gestaltung von Orna Cohen und Andreas Heinecke


Programmflyer

Eindrücke aus der Ausstellung

Die Zeitung in der Künstlerkarikatur von Honoré Daumier

15.12.2008 bis 12.04.2009

Er war vor allem Beobachter, ansonsten eher wortkarg und scheu. So beschrieben ihn Zeitgenossen und Freunde. Doch wenn Honoré Daumier seine Beobachtungen auf den Lithostein zeichnen durfte, war er in seinem Element. Mit beißendem Spott karikierte er das alltägliche Zeitungsgeschäft, die Lesertypologie der damaligen Zeit oder den Kampf um die Pressefreiheit. Daumier gilt noch heute als der bekannteste französische Karikaturist des 19. Jahrhunderts. 100 Lithografien, Holzstiche und Kupferdrucke zum Thema Zeitung werden in der DASA mit der Ausstellungseinheit "Im Wettlauf der neuesten Nachrichten" verknüpft. Die Besucher entdecken alte und neue Werkzeuge der schreibenden und druckenden Zunft und informieren sich über die Auswirkungen auf den arbeitenden Menschen.

In Kooperation mit dem Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen und dem Europäischen Zeitungsmuseum Krefeld

Karrikatur zweier Männer im Frack, die hinter einer Zeitung stehen und diese intensiv lesenActualités, Nr. 13
Honoré Daumier, Actualités, Nr. 13

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