Ausstellungen 2011

Eine Übersicht über unsere Ausstellungen des Jahres.

Nano! Nutzen und Visionen einer neuen Technologie

07.02. bis 09.10.2011

Eine Ausstellung des Opens external link in new windowTECHNOSEUM, Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim

Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Ob kratzfeste Autolacke, Schmutz abweisende Textilien oder die Bekämpfung von Krankheiten: Das breite Anwendungsspektrum zieht viele in seinen Bann. Wie bei allen neuen Technologien, deren Folgen nicht immer abschätzbar sind, ist auch die Risikodebatte bei diesem Thema entbrannt. Was oftmals fehlt, ist eine realistische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Nanotechnologie. Dies will die Ausstellung "Nano! Nutzen und Visionen einer neuen Technologie" leisten, die zu den größten Präsentationen dieser Zukunftstechnologie in Europa gehört.

Ein Elternpaar mit zwei jugendlichen Kindern betrachten ein Holzbrett mit Kugeln.DASA

Die Ausstellung führt ihr Publikum auf eine Entdeckungsreise in die geheimnisvolle Nanowelt. Sie beginnt in einem Labor und mit Naturphänomenen, die auf Nanoeffekten beruhen - von Geckofüßen bis hin zu Lotusblättern. Mit einem Fahrstuhl geht es anschließend hinab in die Tiefen der Materie: Nanogroße Strukturen werden auf menschliche Maßstäbe vergrößert und damit fassbar und verständlich. An Mitmach-Stationen und mit Experimenten geht es um Grundlagen und Werkzeuge der Nanotechnologie. Den Visionen sind im unendlichen Raum des Kleinsten kaum Grenzen gesetzt. Auch kritische Stimmen kommen zu Wort und die eigene Meinung ist gefragt.

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein reichhaltiges Rahmenprogramm ab März 2011. Dabei kommt auch die Sicherheit von Nano-Materialien nicht zu kurz.

Mit Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg

Programmbroschüre

Vom Zauber des Seitlich-dran-vorbei-Sehens - Zeitgenössische Videokunst

16.10.2011 bis 05.02.2012

Die DASA präsentiert aktuelle Medienkunst, die im Kontext des Marler Video-Kunst-Preises 2010 entstanden ist. Gezeigt werden internationale Positionen junger Kunst. Sie beschäftigen sich mit urbanen Lebensräumen und einer von der Macht der Medien gekennzeichneten Gesellschaft. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von medienkritischen Ansätzen bis hin zu absurd-erzählerischen Werken.

Preisträgerin des aktuellen Marler Video-Kunst-Preises ist die Berliner Künstlerin Michaela Schweiger. Sie verknüpft in ihrer prämierten Arbeit "Begleiter" (2010) formale Fragen der filmischen Erzähltechnik mit inhaltlichen Überlegungen zu Rollenbildern und Wohnsituationen im Nachkriegsdeutschland. Die Jury lobte in der Arbeit Schweigers "räumlich-skulpturales Denken" sowie ihre ironischen Bezüge.

Neben Michaela Schweiger gibt es Arbeiten von Ulu Braun, Marcus Zilz, Martin Kohout, Astrid Busch, Michael Busch, Ursula Damm, Pascal Fendrich / Bernd Härpfer, Max Hattler, Anna Hirschmann, Vladimir Mitrev, Egbert Mittelstädt, Stefan Panhans, Oliver Pietsch, Reynold Reynolds, Erik Schmelz und Volker Schreiner zu sehen.

"Vom Zauber des Seitlich-dran-vorbei-Sehens" ist nicht nur ein pop-kultureller Querpass auf Max Goldt, sondern auch eine ironische Anspielung auf die zum Teil medien-kritische Grundhaltung des Genres. Der Zauber des Vorbei-Sehens besteht in einem erweiterten Blickfeld. Man sieht den Bildschirm – und den Rest. Das Verhältnis von virtueller, medialer und "realer" Welt gehört seit Beginn der Videokunst zu den zentralen Feldern künstlerischer Forschung.

Eine Frau und ein Mann tragen Kopfhörer und betrachten einen farbigen Bildschirm an der Wand.DASA

Plakativ! Raritäten aus dem DASA-Fundus

29.03. bis 02.10.2011

Sie sind mal drastisch, mal direkt, geben sich hintergründig oder humorvoll: Arbeitsschutzplakate waren jahrzehntelang ein beliebtes Medium, ein sicherheitsbewusstes Verhalten im Betrieb zu verankern. Die DASA zeigt nun aus Beständen des DASA-Archivs rund 50 historische Plakate aus den 1950er bis 1970er Jahren. Sie werden in der Regel von den Berufsgenossenschaften herausgegeben, die auch für den Unfallschutz in den Betrieben verantwortlich sind. Eine Blütezeit - bedingt durch die hohen Unfallraten der Nachkriegszeit - erlebten die Arbeitsschutzplakate in den 1950er und 1960er Jahren. Die Plakate sind augenfällige Zeugnisse ihrer jeweiligen Zeit.

Die aktuelle Auswahl widmet sich unter anderem der Darstellung von Leitern und Schuhen im Plakat. Die Motive vornehmlich aus den 1950er und 1960er Jahren führen drastisch vor Augen, wie gefährlich der "unsachgemäße Gebrauch" sein kann. Mahnungen, Appelle oder schockierende Bilder sind an der Tagesordnung. Parallel dazu entwickeln sich seit den 1960ern aber auch Bildaussagen voller Lebenslust. Ein Familienausflug ins Grüne, Planschen am Badesee oder eine Rodelpartie mit der Liebsten: Nur noch am Bildrand versteckt sich ein Hinweis auf einzuhaltende Vorschriften, der Tonfall wird entspannter. Die Plakat-Botschaften setzen auf Eigenverantwortung und Selbstbestimmung statt belehrend den Zeigefinger zu heben.

Theo weiß Bescheid

Ein weiterer Bereich konzentriert sich auf die Unfallverhütung in der DDR. Hier lernen Sie die Zeichentrickfigur Theo kennen, eine Art Maskottchen im Arbeitsschutz der DDR. Zu sehen sind Plakate und cartoonartige Kurzfilme, in denen Theo verschiedene Abenteuer im Betrieb bewältigt.

"Plakativ!" ist der Beginn einer losen Folge von Plakat-Ausstellungen aus dem DASA-Archiv, das mit rund 4.000 Plakaten einen stattlichen Bestand aufweist.

Eine junge Frau zeigt ein eingerahmtes Plakat.DASA

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