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05/26 vom

Waschmittel aus Efeu und Wasser aus Atemluft

Jugend forscht-Regionalwettbewerb in der DASA

©Andreas Wahlbrink
Alle haben in jedem Fall gewonnen: Nämlich Erfahrung und ganz viel Wissen. Das sind die Teilnehmenden vom Regionalwettbewerb Jugend forscht 2026 in der DASA vor dem ehrwürdigen Stahlofen in der Stahlhalle.

Ein Stelldichein der hellen Köpfe: 91 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren traten beim 38. Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Junior forscht“ in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund an – so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. In 47 Projekten stellten sie sich selbst gewählten Forschungsfragen, tüftelten, experimentierten und präsentierten ihre Ergebnisse einer 23-köpfigen Jury aus Forschung, Lehre und Wirtschaft.

Die Arbeiten traten in sieben Fachgebieten an – von Arbeitswelt über Biologie und Chemie bis hin zu Physik und Technik. Ziel ist es stets, eine eigene Forschungsfrage mit wissenschaftlichen Methoden zu beantworten und den Weg dorthin nachvollziehbar darzustellen. 

Fünf Projekte überzeugten die Jury besonders und dürfen nun zu den Landeswettbewerben für ihre Altersgruppen im März und April weiterreisen.

Jugend forscht (15 bis 21 Jahre)

Fit für KI im Schulalltag

Im Fachgebiet Arbeitswelt entwickelten Henry Theo Wittkop, Maximiliane Falke und Moritz Vogt vom Gymnasium Holthausen Hattingen die App „AI Ready: Fit für die digitale Welt“. Ihr Ansatz: Schülerinnen und Schüler sollen spielerisch lernen, wie sie Künstliche Intelligenz sinnvoll nutzen – etwa beim Recherchieren oder Lernen für Klausuren. Im Mittelpunkt steht die kritische Bewertung von KI-Ergebnissen sowie die Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken digitaler Werkzeuge.

Kosmische Strahlung im Blick

Nehan Ahmed vom Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg machte im Fach Physik Unsichtbares sichtbar. Er wies kosmische Strahlung über die Messung von sogenannten "Myonen" nach, richteten ihre Detektoren in unterschiedlichen Winkeln aus und untersuchten die Veränderung der Myonenrate. Perspektivisch plant er sogar Messungen in Höhlen oder Bergwerken, um Abschirmungseffekte durch Gestein zu analysieren.

Jugend forscht Junior (bis 14 Jahre)

Wasser aus Atemluft gewinnen

Arvid Lübbe und Adrian Steitz vom Leibniz-Gymnasium Dortmund setzten im Fach Technik auf eine ebenso kreative wie praktische Idee: „Water Bag gets Water back“. Mithilfe von sogenannten Peltier-Elementen kondensiert ihr Prototyp Wasser aus ausgeatmeter Luft. Künftig soll daraus ein solarbetriebener Rucksack entstehen, der in trockenen Regionen Trinkwasser liefert – inklusive Keimtest vor dem Einsatz.

Optimale Bedingungen für Mikroorganismen

Jasmin Schlote vom Gymnasium Holthausen Hattingen ging im Fach Biologie der Frage nach, was Mikroorganismen für ein „perfektes“ Leben benötigen. In verschiedenen Versuchsreihen untersuchte sie, wie Umweltfaktoren ihr Wachstum beeinflussen – und näherte sich so systematisch den idealen Lebensbedingungen kleinster Organismen.

Waschmittel aus Efeu

Paul Mainusch und Fynn Aust, ebenfalls vom Gymnasium Holthausen Hattingen, entwickelten im Fach Chemie ein biologisch abbaubares Waschmittel aus Efeu. Die in den Blättern enthaltenen Saponine wirken wie Seife. Die Nachwuchsforscher testeten die Waschleistung an unterschiedlichen Flecken und planen, ihr Produkt weiter zu optimieren – etwa durch natürliche „Booster“ oder eine haltbarere Würfelform.

Für die jungen Talente geht es nun beim Landeswettbewerb in Bochum weiter. Das große Finale auf Bundesebene steigt am 31. Mai in Herzogenaurach. Egal, wie es dort ausgeht: Schon jetzt haben alle Teilnehmenden bewiesen, wie viel Neugier Innovationskraft in der Region steckt.

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Seit 2006 richtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Wettbewerb in der DASA aus. Seit sieben Jahren sind zudem die Wilo Gruppe und die Wilo-Foundation Paten des Regionalwettbewerbs Dortmund.

Fotos der Sieger vom Regionalwettbewerb gibt es hier