Szenografie Kolloquium 2006

Raumerfahrung oder Erlebnispark

25.01. bis 27.01.2006

Um ihre Inhalte zielgruppenorientiert und sehr erlebnishaft zu vermitteln, haben viele Ausstellungskonzepte in den letzten Jahren oft auf Methoden von Freizeitparks zurückgegriffen. Auch die Science Center orientieren sich neu und sind auf der Suche nach Methoden, die sowohl Wissenschaftskommunikation gewährleisten als auch den Erlebniswert von Themenparks sichern. Der Publikumsnachfrage nach Unterhaltung steht der immer lauter werdende Ruf nach erfolgreichen Konzepten für Bildungsangebote und Popularisierung von Wissenschaften (PUSH) gegenüber, insbesondere auch wegen des messbaren schwindenden Interesses von Kindern und Jugendlichen an wissenschaftlichen und technischen Themen. Die Publikumsnachfrage ist aber einem ernormen Wandel unterworfen. Viele Freizeitinstitute sprechen von einem fließenden Übergang von der bisherigen "Spaßgesellschaft" in eine sich entwickelnde "Sinngesellschaft".

Der Rückgriff auf lediglich unterhaltsame Illustration und Animation verstellt somit Wege zur Orientierung; und das auch, weil durch die berechtigte Kritik an diesen Erscheinungsformen zugleich vielerorts szenografische Methoden mit bloßer Illustration und Anregungsfunktion gleichgesetzt und somit missverstanden werden.

Welche Grundsätze gelten zukünftig für bildungsintensive und kulturelle Konzepte? Wie viel Einfluss von Architektur, Theater, Bildhauerei und Klangkunst ist wünschenswert?

Ein Podest steht im Zentrum eines Raumes mit braunen Wänden.Uwe Völkner, Fotoagentur FOX

Die Referentinnen und Referenten

  • Lutz Engelke
    Triad Berlin Projektgesellschaft mbH, Berlin
  • Generaldirektor Dr. Fiorenzo Galli
    Fondazione Museo Nazionale della Scienza e della Tecnologia
    “Leonardo da Vinci”, Milano
  • Direktor Dr. Meinrad Maria Grewenig
    Weltkulturerbe Völklinger Hütte
  • Direktor Dr. Franz Hebestreit
    SiemensForum, München
  • Direktor Dr. Andreas Heinecke
    Consens Ausstellungs GmbH, Hamburg
  • Executive Director Asger Høeg
    President ECSITE, Experimentarium, Hellerup
  • Dr. Frank Beat Keller
    Ethno-Expo GmbH, Zürich
  • Direktor und Professor Dr. Gerhard Kilger
    Deutsche Arbeitsschutzausstellung, Dortmund
  • Bert Knorr
    Mobilexhibit Corporation, Toronto
  • Michael Kreft (angefragt)
    Freizeit- und Familienpark Mack KG, Rust bei Freiburg
  • Dr. Helene Larsson
    Riksutställningar, Stockholm
  • Uli Mayer-Johanssen
    Vorstand CDO, MetaDesign AG, Berlin
  • Prof. H.G. Merz
    Museumsgestalter, Stuttgart
  • Johannes Milla
    Milla & Partner GmbH, Stuttgart
  • Patricia Munro
    Zephyrus / Menschen und Ideen im Dialog, München
  • Direktorin Dr. Camille Pisani (angefragt)
    Royal Belgian Institut of Natural Sciences, Brüssel
  • Direktor Dr. Burkhard von Roda
    Historisches Museum Basel / Musikmuseum, Basel
  • Ralf Röchert
    WWF – Deutschland, Bremen
  • Direktor Dr. Martin R. Schärer
    Alimentarium
  • Steve Simons
    Event Communications Ltd., London
  • Otto Jolias Steiner / Barbara Hölschen
    Steiner Sarnen AG für Kommunikation, Sarnen

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